Worüber ich hier so schreibe und warum…

Ich schreibe schon seit Kindertagen, wie das mit den geborenen Schreiberlingen so ist.

Besonders viel zu Papier gebracht habe ich in der Zeit meiner Mutterschaft mit zwei Söhnen. Tagebücher zum Beispiel. Habe Brieffreundschaften gepflegt und Gedichte geschrieben und vor allem meinen Kummer niedergeschrieben. „Seelenhygiene“.

Unser Jüngster war mehrfachbehindert und autistisch und wir hatten ein sehr schwieriges, schmerzliches aber auch erfülltes und reiches und lehr-reiches Leben mit ihm – wenngleich es nur knapp 16 Jahre währte. Eine schwere Krebserkrankung setzte seinem Leben ein frühes Ende. Aus dieser Zeit stammen die meisten meiner Gedichte, einige wenige habe ich hier nun veröffentlicht. Die Geschichte vom Eichhörnchen z.b. beschreibt die Probleme einer Körperbehinderung. Das Gedicht „Mehr als nur Schlaf“ beschreibt meine damaligen Schlafstörungen und die Notwendigkeit des Träumens.

Die kleinen Geschichten der „lebenden Gegenstände des Alltags“ entsprangen einer Schreibübung, die Milena Moser (Autorin mehrerer erfolgreicher Bücher) vorgeschlagen hat. Das zu schreiben hat mir viel Spaß gemacht und ich werde bestimmt mal eine wesentlich längere Geschichte schreiben in dieser Art. Das ist so spannend, plötzlich entwickeln Lampen, Treppen und andere Dinge ein Eigenleben und drängen mich, ihre Stimme zu sein.

Über die Gruseligkeit der Treppe war ich selber erstaunt! 😉

Es ist ein seltsam Ding mit der Kreativität. Manchmal ist da nur ein flüchtiger Gedanke, ein Stichwort und dann setze ich mich hin und die Worte kommen und ranken sich um den ersten Gedanken herum. Manchmal aber ist ein komplettes Gedicht schon „fertig“ und drängt sich unvermutet und vehement in den Vordergrund und ich „habe dann zu schreiben – aber dalli!“

Ich hoffe, das Eine oder Andere gefällt Ihnen, regt Sie vielleicht selber zum Schreiben an.

Schreiben ist schön!