Wenn man zitiert wird …

Wenn man zitiert wird als literaturschaffender Mensch, dann ist das eine wunderbare Sache. Das verleiht den eigenen Worten ein Gewicht, welches man ihnen selber gar nicht zugemessen hat.

Der erste, der mich zitiert hat, ist Christian Raabe, 1. Vorsitzender des eWriters-Verein. In seiner Forumssignatur tauchte neulich dieser Satz auf:Liebe deine Feen und Wichtel und spiele mit ihnen. Dein irdisches Leben ist ernst genug.“ (M. Lüer) Als ich das las, stutzte ich und fragte Christian erstaunt „Wann habe ich denn das gesagt?“ Lustigerweise ist das eine Stelle aus meinem Roman „Miras Welt“, ein Part aus der Seelenlandreise der Buchfigur Mira Mertens. Ehrlich gesagt: das hatte ich total vergessen. Peinlich für eine Autorin! Aber inzwischen habe ich so viel geschrieben, da kann ich mir wirklich nicht jeden Satz merken.

Und nun geschah es zum zweiten Mal, dass ich zitiert werde.

Burga Hencken, Inhaberin einer Naturheilpraxis und Trauerbegleiterin, zitiert einen Satz von mir, der auch mehr oder weniger auf „Miras Welt“ zurückgeht. Ich schlug ihn vor, als sie einen Flyer erstellte.

Mira sagte zu Melissa, im Gespräch über Johanna, Melissas Mutter:

„Was ich Ihnen noch sagen wollte, wegen ihrer Mutter, ich denke, dass sie hin und wieder noch in kleine „Löcher“ fallen wird, langjährige Depressionen verschwinden nicht so plötzlich vollständig. Seien Sie einfach darauf vorbereitet, und seien Sie dann bitte besonders lieb zu ihr. Johanna hat ihre Trauer nie richtig verarbeitet. Das ist ein langer, schwerer Prozess. Eine Ärztin hat zu mir selbst vor vielen Jahren einmal gesagt, trauern sei so schwer wie Bergwerksarbeit. Ich kann Ihnen versichern, ich habe jahrelang schwer geschuftet, um wieder ans Licht zu kommen. Es war hart.“

Da spricht Mira mir aus meinem Herzen, denn auch mein Weg durch die Trauer um meinen Jüngsten, Martin, war hart und lang.

Nun möchte ich Ihnen gerne diesen Flyer zeigen.

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Ich hoffe, Burga Hencken noch für ein kleines Interview gewinnen zu können. Sie ist eine interessante Frau mit vielen Talenten. Wenn ich es habe, werde ich es mit Freuden gerne hier zur Verfügung stellen.

 

19. März 2014

Burga ist ja eine ganz Schnelle! Gestern schickte ich ihr meine Fragen zu, heute habe ich sie schon!

M: Liebe Burga, wir beide haben uns auf Facebook durch Britta Wisniewski kennengelernt. Sie sagte zu mir, wir beide würden gut zueinander passen und hätten mindestens einen Berührungspunkt. Wir sind beide trauernde Mütter und haben uns aktiv mit der Trauer auseinandergesetzt. Nun bin ich dabei, dich näher kennenzulernen. Erzähl doch bitte, anlässlich deines neuen Flyers, wie du dazu gekommen bist, eine Naturheilpraxis aufzumachen.

B: Die Praxis gehört meiner Kollegin Barbara. Sie ist schon lange als Heilpraktikerin auf dem Gebiet der Homöopathie tätig. Barbara und ich kennen uns schon recht lange und im Oktober 2012 bin ich zu ihr in die Praxis gezogen. Früher habe ich von Zuhause aus gearbeitet. Dadurch dass dann aber auch immer mehr fremde Menschen zu mir kamen, wurde es schwierig für mich. Ich wusste schon immer, dass ich „Arbeit“ und Privatleben voneinander trennen wollte und dann eines Tages war es dann plötzlich soweit. Schneller als ich dachte.

Dahinter steht eine lange Geschichte. Mein Weg begann im Jahr 2003, als meine Tochter verunglückte. Plötzlich brach meine „heile“ Welt zusammen und wir mussten alle ins Leben zurückfinden. Mein Strohhalm, an dem ich mich festgehalten habe, war die Suche nach meinem Kind. Ich konnte und wollte nicht glauben, dass sie einfach so aus unserem Leben verschwunden ist. Ich habe mich viel mit dem Tod beschäftigt. Was bedeutet der Tod wirklich? Was steckt dahinter? Gibt es ein Leben nach dem Tod und ist sie vielleicht noch irgendwo da draußen? Diese Suche bestimmte für einige Zeit mein Leben und dann fand ich nicht nur meine Antwort darauf, sondern auch viele andere Antworten und daraus resultierte dann mein beruflicher Weg. Ich liebe meinen Beruf und ich möchte nichts anderes mehr tun! Es gibt so vieles zwischen Himmel und Erde, was wir nicht sehen und anfassen können, aber es  existiert trotzdem.

M: Das Etablieren einer Praxis ist doch sicher auch mit Schwierigkeiten verbunden gewesen. Welche Stolpersteine hattest du zu überwinden?

B: Im Jahr 2006 entschied ich mich mein Hobby zum Beruf zu machen. Das war tatsächlich gar nicht so einfach. Ich wohne auf dem Dorf und der erste Gedanke einer Familienangehörigen war damals: „Oh je, was dann bloß die Nachbarn denken?“ J Das aber war gar nicht schlimm, denn meine Familie musste ja erst einmal mit mir in die neue Situation hineinwachsen. Heute habe ich die volle Unterstützung meiner Familie. Die größten Stolpersteine waren wohl meine Mitmenschen, die urteilten ohne mich und meine Arbeit wirklich zu kennen. Damals hat mich das sehr verletzt. Heute kann ich damit umgehen. Sollen sie denken, was sie wollen!

M: Was genau kann sich ein Klient unter einer „Seelenstunde“ vorstellen?

B: Eine Seelenstunde ist eine Stunde Zeit um für Trauernde mal wirklich Körper, Geist und Seele baumeln lassen zu können. Eine Stunde Zeit nicht das Gefühl zu haben, ich muss funktionieren, weil andere das von mir erwarten. Eine Stunde Zeit um der Trauer Raum geben zu können und die Gefühle auszuleben. Zu reden, zu weinen oder vielleicht andere Möglichkeiten in Anspruch zu nehmen. Da gibt es vieles: Zum Beispiel eine ganzheitliche Massage oder aber sich die Hände einfach nur auflegen zu lassen. Beides löst Verspannungen und Blockaden, steigert das Wohlbefinden und gibt uns Kraft für den Alltag.

Hier geht es nur um den Trauernden, um seine Gefühle und sein Wohlbefinden!

M: Was bietest du sonst noch an und welche Qualifikation hast du?

B: Ich konnte jetzt  aufzählen wie viele Seminare ich besucht habe und welche Fortbildungen, aber das möchte ich gar nicht. Meine Qualifikation ist mein Können und da muss sich eben jeder selbst ein Bild von machen. Ich habe gelernt, dass jegliche Werbung nicht wirklich etwas bringt und das es völlig egal ist welche Fortbildungen, Zertifikate etc ich besitze. Am  Ende zählt nur wie die Menschen sich fühlen, wenn sie bei mir aus der Tür gehen. Wenn ich Erfolg haben möchte, muss ich Leistung erbringen, um weiterempfohlen zu werden.

Ich biete:

Entspannungsabende

Entspannungssitzungen 

Ganzheitliche, energetische Entspannungsmassagen

Vorträge, Lesungen

Ich bespreche Warzen, Gürtelrose und andere Krankheiten

Ich biete die Seelenstunde für Trauernde an

Ein Trauercafé (ehrenamtlich)

Lebensberatung  (Coaching)

 

M: Unerschöpfliches Thema „Bücher“! Was liest du am liebsten?

B: Ich lese viel. Fast alles was mir unter die Nase kommt und mich anspricht. Denn ich bin überzeugt davon, dass Bücher uns finden, wenn es an der Zeit ist. Ich lese viel über das Leben und den Tod, ich lese Romane, auch mal so richtig schöne Schnulzen, Abenteuer … Es gibt so viele schöne Bücher. Ich mag es, wenn Bücher einen Sinn ergeben und  ich dort auf eine innere Reise gehen kann.

M: Welche Bücher zum Thema Tod und Trauer kannst du besonders empfehlen? Ich selbst habe mit diversen „Engel-Büchern“, E. Kübler-Ross, Hans Stolp, Alexa Kriele, James van Praagh, Paul Meek, Robert A. Monroe und White Eagle angefangen.

B: Für den Anfang auf jeden Fall die Bücher von E.-Kübler-Ross … Das Buch „Über den Tod und das Leben danach“ hat mein Leben verändert. Ich bekam es damals von einer Bekannten wenige Wochen nach dem Tod meiner Tochter geschenkt. Ebenso sollte man die Bücher von Paul Meek und James van Praagh lesen.  Der Rest kommt dann von allein „zugeflogen“.

M: Was ist deine größte Kraftquelle?

B: Meine größte Kraftquelle ist das Wasser und wenn es dazu noch schön warm ist, dann bin ich genau in meinem Element.

M: Dein Lieblingsessen?

B: Ich habe nicht wirklich ein Lieblingsessen, aber ich esse gerne gut. Mehr sage ich jetzt nicht dazu. (An dieser Stelle denken Sie sich bitte ein Augenzwinkern!)

 

M: Deine Lieblingsblume?

B: Ich mag die Baccararose. In den letzten Jahren ist mir jedoch auch die Sonnenblume sehr ans Herz gewachsen. Sie ist das Symbol meiner Firma geworden. Eine Sonnenblume wendet sich immer zum Licht – Das ist es, was ich von ihr gelernt habe und was ich weitergeben möchte.

M: Ergänze bitte folgende Sätze:

Wenn ich selber sehr traurig bin, dann ….

B: Weine ich und zwar heftig, meistens allein – aber wenn eine Freundin Zeit hat dann heulen wir auch mal gemeinsam. Denn Tränen müssen fließen, damit sie eine reinigende Wirkung erzielen können,  denn ich weiß nach Regen kommt auch wieder Sonnenschein.

Ich wünsche mir am meisten, dass …

B: die Menschen lernen nicht mehr zu verurteilen nur weil sie etwas nicht kennen. Ich wünsche mir, dass sie lernen zu respektieren. Nicht alles was ein Mensch macht, tut und woran er glaubt ist meins, aber ich kann respektieren, dass es eben so ist, wie es ist. Wenn wir Menschen lernen nicht mehr zu verurteilen, dann kann Frieden sein. In uns selbst und dadurch auch auf der Welt.  Das ist aber gar nicht einfach abzulegen, denn wir bekommen schon als Kinder Muster anerzogen. Das ist schlecht und so weiter. Ich arbeite daran – Du auch?

Ich erhole mich am besten, wenn ich …

B: Ausschlafen darf!

Mein Lebenstraum ist …

B: Mein Leben so zu leben, dass ich eines Tages die Reise nach Hause antreten kann, ohne zu sagen: Hätte ich doch!

Mein größter Wunsch an das Umfeld Trauernder ist …

B: … Geduld!