In die eigene Vergangenheit eintauchen …

Wenn die Mutter (der Vater) stirbt, endet unwiderruflich auch ein wichtiger Teil des eigenen Lebens. Man ist nicht mehr „Kind von …“

Bei der Durchsicht der Sachen unserer Mutter stießen wir Schwestern auch auf eine kleine Schachtel, die sie immer wie einen Schatz gehütet hat, und das war es ja auch – Erinnerungen, Zeitzeugnisse sind echte Schätze. In dieser Schachtel waren selbstgemalte Bilder, Gedichte zum Muttertag und Ähnliches. Was Mütter eben gerne so aufheben, die „Kunstwerke der Kinder“, all die Liebesbekundungen an Mama und Papa.

Einiges davon werde ich selber nun aufheben. Für mich, zum Erinnern.

Zwei Sachen will ich mit Ihnen teilen, denn offenbar habe ich mich als kleines Mädchen schon „dichterisch betätigt“. Meine geistigen Ergüsse von damals (etwa als 9jährige) sind gleichermaßen niedlich wie peinlich-naiv. Kindlich eben, wie auch sonst? Ich schrieb über Pferde, Federn und Nilpferde und verteilte gute Ratschläge. Sehen Sie selbst!

 

 

Feder und Nilpferd

 

 

Die Feder

Ein Federchen flog über Land, ein Nilpferd schlummerte im Sand.

Die Feder sprach: „Ich will es wecken.“ Sie liebte, andere zu necken.

Aufs Nilpferd setzte sich die Feder und streichelte sein dickes Leder.

Das Nilpferd öffnete den Rachen und mußte ungeheuer lachen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zieh aufs Land

 

Pferde waren meine große Sehnsucht! Sie landeten auch auf meinem Wunschzettel an den Weihnachtsmann. Aber aus mir unerfindlichen Gründen hat er mir nur Pferdebücher gebracht, nie ein echtes. Komisch!

Woher die Erkenntnis kam, einige Pferde hätten „ein Gedächtnis wie ein Sieb“, kann ich leider nicht sagen. Habe ich vergessen …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So, das ist mein Februar-Blog. Im März gibt es dann wirklich die für Januar angedachte Vorstellung meiner hehren „Buchveröffentlichungspläne“ – ich denke, ich habe mir etwas viel vorgenommen für dieses Jahr. Na, warten wir es ab. Vielleicht erfülle ich ja doch mein Soll und wandle es in ein Haben.