Der Tag der Heimkehr (Lyrik)

Waren es

Acht Monate

Oder

Neun?

Unerheblich!

Es war

Eine Ewigkeit.

Dann

Der erlösende

Tag.

Tag der

Heimkehr.

Ist es wahr?

Der Moment

Als er durch die Tür kommt.

Der heißersehnte

Moment!

Träumt er?

Der Rollstuhl

Quietscht leise

Und wispert:

Es ist wahr!

Seine Hand

Streckt sich aus.

Berührt die Wände.

Ist es wahr?

Er glaubt nicht

Was er sieht.

Er muss fühlen.

Berührt die Wände

Mit Zärtlichkeit.

Dies ist

Sein Zuhause.

Dies ist seine Familie.

Alles noch da!

Er war eine Ewigkeit

Fortgewesen.

Niedergestreckt

Durch krankes Gewebe.

In eine kalte Welt des

Chirurgenstahls

Geworfen.

Eine Ewigkeit.

Auch  Ewigkeiten

Finden ein Ende.

Er ist zuhause!

Sein Hund läuft ihm

Freudig entgegen.

Er streckt seine

zitternde Hand

aus.

Will berühren

Das Fell.

Er glaubt nicht

Was er sieht.

Er muss berühren.

Der Hund

Weicht zurück.

Er riecht Gift

In seinen Adern.

Er riecht Gefahr und

Tod.

Ist dies mein Herrchen?

Der Hund

Glaubt nicht

Was er riecht.

Er sieht seinen

Freund.

Doch ist er es

In Wirklichkeit?

Eine Ewigkeit

War er fort.

Kommt verändert heim.

Ein letztes Mal

Kam er heim.

Abschied.

Für die

Ewigkeit.

Er ist

Fünfzehn Jahre alt.