Der Sinn der Arbeit

Hadern Sie manchmal mit der scheinbaren Unbedeutsamkeit dessen, was Sie gerade tun, an was Sie gerade arbeiten? Denken Sie manchmal, die Welt zieht an Ihnen vorbei und niemand sieht, wie Sie sich abmühen?Meinen Sie, Ihr Werk sei nicht viel wert, weil sie dafür keine gesellschaftliche Anerkennung bekommen?

Ich werde Ihnen jetzt eine andere Sichtweise vermitteln. Nicht mit meinen eigenen Worten. Heute lasse ich zwei Christen sprechen, die das Zeitliche vor langer Zeit gesegnet haben und uns ihren Geist, ihre Worte hinterließen und denen nichts hinzuzufügen ist.

Martin Luther hat gesagt: „Jede Arbeit ist ein Dienst an Gott, denn sie erfüllt ihren ganz bestimmten Zweck im Gefüge des menschlichen Lebens.“

Teresa von Avila wird dieses Gebet zugeschrieben (gekürzte Fassung):

„Herr der Töpfe und Pfannen, ich habe keine Zeit, eine Heilige zu sein und dir zum Wohlgefallen in der Nacht zu wachen, auch kann ich nicht meditieren in der Morgendämmerung und im stürmischen Horizont. Mache mich zu einer Heiligen, indem ich Mahlzeiten zubereite und Teller wasche. Nimm an meine rauen Hände, weil sie für dich rau geworden sind. Kannst du meinen Spüllappen als einen Geigenbogen gelten lassen, der himmlische Harmonie hervorbringt auf einer Pfanne?

Herr der Töpfe und Pfannen, bitte darf ich dir anstatt gewonnener Seelen die Ermüdung anbieten, die mich ankommt beim Anblick von angebrannten Gemüsetöpfen? Erinnere mich an alles, was ich leicht vergesse, nicht nur um Treppen zu sparen, sondern, dass mein vollendet gedeckter Tisch ein Gebet werde.“