Alte Tugenden

Mein April-Blog, auf den letzten Drücker! Morgen ist schon der 1. Mai.

Heute bekamen wir den Bescheid von der Krankenkasse über den Bezug des Krankengeldes. In einem anderen Beitrag erwähnte ich ja schon, dass mein Mann eine Schulter-OP hatte (im Februar) und bis zum Herbst (mindestens) wird er krankgeschrieben sein.

Tja, da ist guter Rat teuer – oder nicht?

Wir besinnen uns, noch mehr als sonst, auf die guten, alten Tugenden.

Die da lauten: Gelassenheit, Besonnenheit, Sparsamkeit, erfinderisch sein!

Ab heute wird Geld nur noch für Nahrung ausgegeben und was man so braucht für die Haushaltsführung. Ich hoffe, wir werden keine Medizin benötigen in den nächsten 4-6 Monaten.

Beim Kochen kann man viel sparen, wenn man selber kocht und backt – Zeit haben wir ja zur Genüge!

Unter anderem habe ich die gute alte Schälerbsensuppe für uns wiederentdeckt. Die 500 g-Tüte kostet irgendwas um 1 € herum (ich habe es leider vergessen) – daraus werden 8 sättigende Teller Suppe. Reicht also für 2 Personen, die pro Mahlzeit 2 Teller essen, für zwei Tage. Ein paar kleingewürfelte Kartoffeln dazu, etwas Brühe und in Öl gebratene Zwiebeln – Pfeffer, Salz und als gesunden Leckerschmecker gebe ich einen TL Kürbiskernöl in die Mitte des Tellers und darüber kommt frisch gehackte Petersilie vom Balkon.

Würstchen oder Fleischeinlage ist nicht nötig. Grüne Schälerbsen zählen zu den eiweißreichsten pflanzlichen Lebensmitteln überhaupt! Sie sind auch fett- und kalorienarm, ballaststoffreich und Hülsenfrüchte sind wichtige Quellen für Magnesium, Zink, Eisen und B-Vitamine. Kombiniert man die Suppe mit einer Scheibe Brot, zum Beispiel Roggenvollkornbrot, wird sie noch eiweißreicher, noch höherwertiger.

Also, bei Lüers gibt es ab sofort 1x die Woche Suppe aus Hülsenfrüchten. Da sind ja noch weiße Bohnen, Wachtelbohnen, Kichererbsen, Linsen …

Vermutlich werden wir Ende des Jahren auch einige Kilogramm leichter sein, denn „geschnökert“ wird nicht mehr! Das kann uns ja nur gut tun.

Das Gute an der ganzen Situation ist, dass mir jetzt noch einiges extra an passenden Rezepten einfällt (oder noch von mir entwickelt werden wird) für mein Lindenhaus-Kochbuch.

Ja, das hier ist immer noch ein Autoren-Blog …!       😆

Meine Stamm-Leser kennen ja Miras Welt und Melissas Welt. Daher wissen sie, dass die Frauen des Lindenhauses gerne (und gut) kochen und backen. Im Buch Miras Welt sind schon einige Rezepte drin – aber das ist nur die Spitze des Eisberg(salat)es. Ich arbeite an einer ungewöhnlichen Rezeptsammlung, natürlich mit schönen Fotos. Auf dem Esstisch liegt jetzt (fast) immer meine Kamera. Da fällt mir ein, ich muss noch ein Foto von Löwenzahn machen, bald ist er verblüht! Der Frühling kam früh dieses Jahr. Warum ein Löwenzahnbild? Weil ich auch ein Rezept für Löwenzahnlikör im Kochbuch haben werde. Und eins für „Pfannkuchen-Lasagne“, „griechischen Kartoffelsalat“, Wintersuppe, Rote Bete-Bratlinge, Hutzelbrot, Knusperhähnchen und Wan-Tan-Suppe und vieles mehr.

Brotrezepte werden auch dabei sein. Brot selber zu backen ist immer ein Erlebnis, und das Ergebnis ist lohnenswert! „Da weiß man, was man (drin) hat!“

Im Lindenhaus-Kochbuch kommt die ganze Familie Winter zu Wort. Melissa, Hannah, Miranda und Robert – sie alle geben Kommentare zu den Rezepten ab – und auch Mira, die „Grande Dame“ des Lindenhauses kommt posthum zu Wort.

Brot Tomate Olive 011

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bratlinge Rote Beete Nahaufnahme